Hafen Trophy 2015

Liebe Segelfreunde des SSC Arlaching,

heute mit einiger Verspätung berichte ich euch von der Hafen-Trophy des
Seebrucker Regattavereins, welche zu der Chiemseemeisterschaft gehört.

Bei einem, mit einiger Übertreibung (klassisch Schilling’sches
Stilmittel), lauem Lüftchen fand die Regatta statt. Nur soviel, als
einigermaßen guter Segler bekannt, habe ich es nicht rechtzeitig zur
Startlinie geschafft, obwohl ich über eine Stunde im Vorfeld auf dem
Wasser war. Zu der anhaltenden Flaute kam es, durch Sahara-Luft
begünstigt, zu außergewöhnlicher Hitze. Dies führte zu etlichen
Abbrüchen und auch zu gesundheitlichen Einschränkungen. So erlitt ein
Lasersegler nach etwa 4 Stunden Wettfahrt vor der Fraueninsel einen
Hitzschlag. Er wurde durch Sicherungscrew des SRV geborgen und in
Sicherheit gebracht. Meines Wissens ist er wohlauf. Auch in unserem
Verein kam es zu einer ähnlichen Situation. Unser geliebter Vorstand
Ralf ist der Kreislauf weggesackt. Geistesgegenwärtig leitete sein
Vorschoter, unser guter Sepp, Rettungsmaßnahmen ein, er barg die Segel
und fuhr unter Motor sofort in den Hafen – Abbruch, aber was soll’s.
Gesundheit geht immer vor! Ich wiederhole nochmal, GESUNDHEIT GEHT IMMER
VOR! Gut gemacht Sepp, ich bin stolz auf dich!
Einige kamen mit diesen verhältnissen besser zurecht als andere, an
erster Stelle möchte ich hier unsere Topcat-Crew die Rolands nennen.
Tolle Leistung, aber repariert euer zweites Schiff, denn eure Dagmar
möchte auch wieder mitfahren und wir benötigen jedes Schiff.

Zuletzt noch ein Appell:
Bei der Siegerehrung unserer Heimregatta, denn näher ist keine Wettfahrt
der Chiemseemeisterschaft, waren Juliana und ich zuerst alleine. Mit ein
paar Minuten Verspätung kam dann der Teddy noch dazu. Ein armseeliges
Häuflein von drei Vereinsmitgliedern bei der Siegerehrung. Somit geriet,
eisern durchgeführt, unser gefürchteter Siegesschrei „Auf’n SSC
Arlaching – yeaaahhh!“ zur Lachnummer.
Gesundheitlich Angeschlagene und im vorfeld anderweitig Verplante
(Geburtstagsfeier I & II) ausgenommen, hat mich die Meute welche sich,
kurz vor der Siegerehrung, zum Italiener verdrückt hat, schon sehr
enttäuscht. Die Bedienungen vom Hafenwirt waren zwar wie jedes Jahr ein
wenig überfordert, aber dennoch haben Juliana und ich ein leckeres Mahl
noch vor der Siegerehrung erhalten. Auch mein lieber Bruder Benedikt,
unser neuer erster Vorstand, hat mich enttäuscht. Nichts gegen Maria,
die sollte mal lieber Mitglied in unserem Verein werden.

Bis dahin,
Mast und Schotbruch
Euer
Basti